wir waren über ostern in den ardennen. stefan mit karotti, seinem 250er quad taiwanesischer herkunft und unaussprechlichen namens und ich auf der r 45.
ich war schon oft dort, aber jetzt zum ersten mal mit navi. obwohl ich dachte, daß ich mich dort ein wenig auskenne, hat uns das navi stundenlang über kleine, einspurige straßen geleitet, die ich mit der landkarte nie gefunden hätte. kaum verkehr, einfach nur entspannt und schön.
nur campingplätze hat das navi nicht gefunden, was aber wohl daran lag, daß auch die ourthe hochwasser hatte. einige strecken und brücken waren gesperrt und ein campingplatz war weg geschwemmt worden.
letztendlich haben wir mit hilfe einer 26 jahre alten landkarte einen sehr schönen campingplatz direkt an der ourthe gefunden. auf einer seite war es sehr voll. wohnwagen und womos dicht an dicht, ostern halt.
auf der anderen seite gibt es eine große wiese, die für pkws nicht erreichbar ist, weil der weg unter einer bogenbrücke durch führt, die an einer seite sehr niedrig ist. dort waren , außer uns, nur 4 holländer mit sehr braven hunden und eine frau mit ihrem sohn, die mit rucksäcken wanderten. unser zelt stand keine 3 meter von der ourthe, herrlich!
es gab eine große feuerschale und eine ganze baumkrone zum verheizen. feuer, vollmond, fluss
am ostersonntag habe ich mir ein wenig den ellenbogen verknackst und bin auf dem platz geblieben, während stefan mit karotti die gegend erkundet hat.
ich habe meinen ellenbogen gekühlt und der ourthe beim fließen zugeschaut. nachts war es kalt, - 5-6 grad, aber tagsüber sonnig und warm. seele baumeln vom feinsten
als stefan wieder kam, sah ich schon von weitem, daß er richtig spaß hatte. von oben bis unten voller matsch und ein seeliges grinsen im gesicht. da war es dann auch egal, daß karottis startknopf streikte und 2 blinker mit dosenblech, kabelbinder und isolierband geflickt werden mussten
abends haben wir sehr lecker gekocht: kräutersteaks, grüner spargel und ein packung tajine- gemüse, das wir unterwegs tiefgefroren gekauft hatten, um die mitgebrachten steaks zu kühlen. für uns war es zu viel und wir haben schon überlegt, wie wir den rest aufbewahren können, als die zwei rucksack-wanderer kamen. sie hatten nur ein wenig light-weight-instant-essen dabei und haben sich über eine leckere warme mahlzeit sehr gefreut
gestern ging es auf kleinsten straßen gemütlich heim. einfach nur genuß-fahren.
als wir nach hause kamen stand paula, das suzuki gr 650-gespann meiner freundin mit plattem hinterreifen vor der tür. sie hatte ganz in der nähe platt gefahren. sie fährt erst seit kurzem wieder, hat es aber ohne crash gemeistert. kurz darauf kam ihr mann mit werkzeug vorbei, um das hinterrad aus zu bauen und zum reifenhändler zu bringen, aber oh schreck, kein einfacher plattfuß, sondern 14 gebrochene speichen
da ist es mit einem neuen reifen leider nicht getan.
ich fahre gleich mal zu meinem vertrauensschrauber, um zu sehen, ob man das hinterrad retten kann oder er evtl. noch eine passende felge rumliegen hat.
wir freuen uns doch alle, daß sie nach 15 jahren schwerer krankheit endlich wieder fahren kann.
gruß
regina