Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Hier geht es um AiA-taugliche Motoren, Maschinen, Fahrzeuge. Wyrdiges Zeug kwasi :D

Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Richy » Mi 05 Nov, 2025 23:55

Jonas, wie viele Fahrzeuge auf der Welt fahren mit einfachen Ventilfedern rum? Und das bei deiner Literleistung/Drehzahl?
Ich würde einen Federbruch nicht nur als "unwahrscheinlich" betiteln...
Das beste Werkzeug ist ein Tand in des tumben Toren Hand.
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon mike58 » Do 06 Nov, 2025 09:51

In den 2v boxern mit verdoppelten Drehzahlerwartungen und teils grantigen Nocken sind Laufleistungen der Einzelfedern von 400 000 km nix ungewöhnliches. klar sind bei Doppelfedern und ihre verschiedenen Ansprechresonanzen und der araus resoltierender Dämpfung eon Sicherheitsaspekt und ,an kann besser mogeln. Aber wenn du mal die Sitze wieder nacharbeiten musst.bei dem offenen Ventiltrieb und mangelnde Schmierung wahrscheinlich öfter der Fall sein wird.Ich würd an deiner Stelle eh auf ein Hungerventilsitzdrehwerkzeug sparen. Wie es geht hast ja gelernt.
servus
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Jonas » Fr 07 Nov, 2025 20:25

mike58 hat geschrieben: [...] BMW 2 V Boxer Einzelventilfedern,
Haben ähnliche Längen und Grössen und Werte [...]


Die drücken bei 36 mm Einbaulänge um die 30 kg, bei vollem Hub um die 65 kg, und ich kann die Federteller der SR 500 verwenden. Die Auflagen am Zylinderkopf habe ich denen der SR 500 nachempfunden (1,6 mm dick) und aus umgearbeiteten oberen Tellern der SR 500 gebaut, schönes Material, so bleibt alles in der Familie. Ist eine saubere Lösung.

Damit probieren wir es mal... :smt023

Ich werd trotzdem irgendwann noch neue Teller mit kleineren Keilen für die SR 500 Federn bauen, die haben etwas weniger Ruhedruck und etwas mehr Enddruck, damit können wir dann bei Mike auf dem Prüfstand jonglieren und uns unterm Stroboskop anschauen, ob das große Flattern losgeht oder auch nicht.

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Aber erstmal einen Zündkerzenadapter M18 auf M14 bauen (um die 19 mm lang), und zwar für Langgewindekerzen M14. Früher gab´s solche Kerzen auch in M18, neu heute nicht mehr zu bekommen.

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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon mike58 » Sa 08 Nov, 2025 09:45

A-Team klingt nach einem Plan.
servus
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon hiha » So 09 Nov, 2025 07:35

Die Adapter gabs mal in sehr hochwertiger Bronzeausführung. Hab ich irgendwann mal bei der Irma gesehen.
Gruß
Hans
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Jonas » Fr 30 Jan, 2026 11:05

Draußen ist´s kalt, also Heimarbeit, besser als nix.

Beim Kauf war ´ne schöne Ledertasche in gar nicht mal so schlechtem Gesamtzustand dabei. Leder reinigen und pflegen, Nähte nacharbeiten, Pappe innen wasserfest machen, Halterungen ersetzen. Da war komischer moderner Kram dran, jetzt sind´s die letzten Reste des alten Wehrmachtsgürtels, französische Koppelschlaufen und Schweizer Riemen. Ist ausreichend solide nun. :smt023

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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon bastardo » Fr 30 Jan, 2026 11:08

Kuhler Behälter! :smt023 :smt049
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon lallemang » Fr 30 Jan, 2026 11:36

Jou :smt023 ;-)
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon christian64 » Sa 31 Jan, 2026 11:07

Sehr schön, hast du prima gemacht!
Gruß
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Jonas » So 22 Feb, 2026 19:25

Passend zu Lindis Nockenwellen-Thematik...

Der Ventilhub gemessen senkrecht auf den Ventilteller beträgt:

Einlass: 7,2 mm
Auslass: 7,7 mm


Naja. :gruebel: :-|

Was noch? Thema "Restliches Pitting in der überschliffenen Nockenwelle"!

Hans sagt:
"Aktuell würde ich die Roststellen, wie ich sie auf dem Foto sehe, weitgehend ignorieren, bzw. drüberpolieren und sonst garnix machen.
Mei drüberschweißen wär nett, aber die tragende Fläche im Vergleich zu vorher ist ja eh ganz gut, und so hoch sind die Flächendrücke bei dem Motor ja nicht, weder Federdruck noch dynamischer Druck durch hohe Drehzahl. Sinnvoll wäre vielleicht, die Nocke vorher gut zu kopieren, dass man irgendwann mal eine Neue fertigen könnte wenns wäre.
Wenn ich die aufgeschweißte Nocke nachschleifen sollte, müsste ich vorher die Nocke erstmal genau kopieren, auf eine Welle aufziehen um sie in die Kopiermaschine einspannen zu können, und die nachzuschleifende Nocke danach genau einrichten um wirklich nur die nachzuschleifende Stelle abzutragen, was sehr schwierig ist und meistens nicht besonders gut gelingt. Gerad bei Nocken mit so steilen Flanken wie Deiner ist das so."

Mike und Vic sagen:
"Hart auflasern, ordentlich einspannen und selber drüber feilen. Diamantfeilen, Läpppasten, Schleifleinen 400-1200, so halt. Da, wo es jetzt noch kleine Löcher gibt, kann es nämlich weiter auswaschen und ausbrechen."

Ercan (Motorenbauer, hat mir den Enfield-Kopf überholt und war beeindruckt von unserem überholten Sunbeam-Kopf):
"Vooorsichtig ansenken, um die Ränder zu entgraten. Dann fahren und beobachten! Aufschweißen, hm. Man kennt das Material der Nockenwelle nicht, wie was wo gehärtet wurde oder auch nicht, und die Lauffläche der Schlepphebel auf den Nocken ist mehr als ausreichend." Zum Nachschleifen äußert er sich wie Hans.

Ich hoffe, ich hab die Aussagen aller Beteiligten richtig wieder gegeben.

Tja, und ich steh jetzt da und muss selber entscheiden. :ugly:

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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon mike58 » Mo 23 Feb, 2026 01:54

Ehrlich,
ich hab das Bild mit den Ausbrüchen lang nicht mehr gesehen. Aber wenn ich so sehe wie die Löcher auf einer Linie liegen,hab ich die Befürchtung das ist ein Minni Grand canyon mit Brücke oben drüber, ich hoff ich irre mich, versuch doch mal in ein Loch zu blasen, ob es auf der anderen Seite wieder austritt, auch unter Wärme 80-100 Grad sollten genügen.
Gesetz den Fall müsste man die Brücke einreissen und die Schlucht zulasern, verschleifen und evt noch Salzbad nitrieren. Dann wäre alles Menschen mögliche gemacht.Und klar nehmen wir die NNockeform noch auf, man weiß ja nie.
servus
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon Jonas » Mo 23 Feb, 2026 02:16

Oha. :shock: Hingeschaut und nachgedacht... Mache ich. Dauert aber noch 'ne gute Woche.

So sah das vorher aus. Bessere Photoqualität hab ich leider nicht.

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Beitragvon christian64 » Mo 23 Feb, 2026 10:33

Jonas hat geschrieben:Oha. :shock: Hingeschaut und nachgedacht... Mache ich. Dauert aber noch 'ne gute Woche.

So sah das vorher aus. Bessere Photoqualität hab ich leider nicht.

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Das sieht ja grausig aus! :omg:
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon hiha » Mo 23 Feb, 2026 10:57

Achwas, das ist nur Flugrost. Bissi Ballistol und wegpolieren... :weg:
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Re: Sunbeam M90, Baujahr 1931.

Beitragvon mike58 » Mo 23 Feb, 2026 11:09

Ein schiefes Lächeln aus dem Tal der Ölsardinen,
Da bin ich mal gespannt wenn das läuft, wie das der neuen Nockenkontur folgt.
Kino im Leistungsprüfstand mit Strotoskop. Wenn das so aus dem Motor kam,war die alte Nocke nee rechte Rumpelkammerund hatte mehr mit Stabhochsprung zu tun,da scheinbar nur die Nockenspitze trug.
Nu iss ja alles besser, die bewegten Massen erheblich verringert, die Geommetrie extrem verbessert, die alten Ventile Ultratief im Kopf.
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